



Wolken haben für Menschen eine große Bedeutung. Bei Bergwanderungen ist es möglich, über tiefhängende Wolken zu steigen. In den biblischen Schriften verhüllen und verbergen Wolken, sind aber auch gleichzeitig Zeichen der Gegenwart Gottes.
Eine Wolkensäule führte das Volk Israel durch die Wüste. Immer wieder teilte sich Gott in einer Wolke Mose mit.
Die alte Kanzel in der Sankt Petrikirche wurde von der Figur des Mose mit den beiden Gesetzestafeln getragen. Bis heute sind die 10 Gebote einer der grundlegenden biblischen Texte des jüdischen und christlichen Glaubens. Sie beschreiben die Haltung des Menschen zu Gott und zu den Mitmenschen.
Auf der Kanzel von 1712 stand Christus auf einer sich auftürmenden Wolke. Als siegreicher Christus, Überwinder des Todes war er mit Siegesfahne dargestellt. Der Evangelist Lukas erzählt: “Eine Stimme erklang aus der Wolke: Das ist mein Sohn, ihn habe ich erwählt. Hört auf ihn!“ (Lukas, 9, 35). Von der Himmelfahrt Jesu berichtet die Apostelgeschichte: “Eine Wolke nahm ihn auf, und er verschwand.“ (Apostelgeschichte, 1, 9) Im Bombenangriff auf Dortmund 1943 verlor die Christusfigur beide Arme.
Christus hat keinen Körper außer deinem.
Keine Hände, keine Füße auf der Erde außer deinen.
Es sind deine Augen, mit denen er sieht – er leidet mit dieser Welt.
Es sind deine Füße, mit denen er geht, um Gutes zu tun.
Es sind deine Hände, mit denen er die Welt segnet.
Christus hat jetzt keinen Körper auf der Erde außer deinem.
Teresa von Avila (1515–1582)
